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Ratgeber

Smarte Steckdosen im Test 2026

Wie viel Strom sparen smarte Steckdosen wirklich? Praxistest mit Messgerät.

Juli 2026 | Lesezeit: ca. 5 Minuten

Smarte Steckdosen versprechen Komfort und Stromersparnis. Aber wie viel spart man wirklich? In diesem Praxisbericht zeigen wir, welche Geräte im Haushalt am meisten Strom im Standby verbrauchen, wie viel eine smarte Steckdose kosten darf, damit sie sich rechnet — und welche Modelle in der Praxis überzeugen.

Standby: Der unterschätzte Stromfresser

Nicht sichtbarer Standby-Verbrauch kostet deutschen Haushalten im Schnitt 60–100 Euro pro Jahr. Hauptverursacher:

  • Ältere Fernseher: 10–25 Watt Standby (bis zu 65 Euro/Jahr)
  • Desktop-PC mit Netzteil: 3–10 Watt (bis zu 26 Euro/Jahr)
  • Kaffeevollautomaten mit Heizplatte: 5–15 Watt (bis zu 39 Euro/Jahr)
  • AV-Receiver und Soundbars: 5–20 Watt (bis zu 52 Euro/Jahr)
  • Spielekonsolen (PS5, Xbox): 1–15 Watt je nach Einstellung

Eine smarte Steckdose, die abends automatisch alle Geräte komplett vom Strom trennt, kann allein am Heimkino-Setup 20–40 Euro pro Jahr sparen.

Der Tapo P110 in der Praxis: Energiemessung im Test

Der TP-Link Tapo P110 bietet als einziges Modell in diesem Test eine integrierte Energiemessung. In der Tapo-App sehen Sie in Echtzeit, wie viel Watt das angeschlossene Gerät zieht, und können Monats- und Jahresberichte abrufen.

Praxis-Beispiel Heimkino-Setup (Fernseher 55", Receiver, Apple TV): Im Standby zog das Setup konstant 22 Watt. Mit Tapo P110 und einem Zeitplan (täglich 23:00–07:00 Uhr ausschalten) sank der Verbrauch um 8 Stunden pro Tag. Bei einem Strompreis von 35 Cent/kWh ergibt das eine Ersparnis von rund 22,50 Euro pro Jahr — bei einem Kaufpreis von 15 Euro amortisiert sich der P110 also in weniger als einem Jahr.

Fazit: Welche Steckdose für welchen Zweck?

  • Tapo P100: Die günstigste Option für alle, die einfach ein- und ausschalten möchten. Für unter 10 Euro absolut empfehlenswert.
  • Tapo P110: Unsere klare Empfehlung, wenn Sie wissen möchten, was Ihre Geräte wirklich verbrauchen. Zahlt sich oft im ersten Jahr aus.
  • Tapo P300: Ideal für den Schreibtisch oder das Heimkino, wo mehrere Geräte gleichzeitig gesteuert werden sollen.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viel Strom verbraucht eine smarte Steckdose im Standby?
Gute smarte Steckdosen wie die Tapo P100 oder P110 verbrauchen im Standby weniger als 1 Watt — typischerweise 0,3–0,5 Watt. Bei einem Strompreis von 35 Cent/kWh kostet das im Jahr rund 1,50–2,20 Euro pro Steckdose. Dieser geringe Standby-Verbrauch amortisiert sich sehr schnell durch das Eliminieren echter Standby-Verbraucher.
Welche Geräte lohnen sich an einer smarten Steckdose?
Am meisten Strom sparen Sie bei Geräten mit hohem Standby-Verbrauch: ältere Fernseher (5–20 W Standby), Desktop-PCs mit Netzteil (3–10 W), Kaffeevollautomaten mit Heizplatte, Spielekonsolen und AV-Receiver. Auch zeitgesteuertes Einschalten von Kaffeemaschine, Werkzeugladegeräten oder dem Wlan-Router ist praktisch.
Kann eine smarte Steckdose die Waschmaschine steuern?
Ja, technisch möglich — aber mit Einschränkung. Die smarte Steckdose kann die Stromzufuhr zur Waschmaschine unterbrechen. Das Starten eines Waschprogramms per App funktioniert nur, wenn die Maschine beim nächsten Einschalten automatisch den zuletzt gewählten Zyklus startet. Prüfen Sie das Modell Ihrer Waschmaschine vorher. Zudem müssen Waschmaschine und Trockner auf dem zulässigen Belastungsbereich der Steckdose (meist 3.680 Watt) liegen.